Samstag, 28. September 2013

Southdown goes bunt


Die Neugierde treibt einen ja immer zu Probekäufen. Diesmal wollte ich wissen, wie sich Southdown anfühlt und verarbeiten lässt.

 
Nun ja, jetzt weiß ich es. ;o) Vorher hatte ich ein wenig Farbe draufgekippt, damit der Spinnversuch mehr Abwechslung bot. Es blieb die Frage, wie bekommt man es weich?
 

Antwort: In dem man es mit einem 6er Wirtel spinnt und mit einem 14er navajoverzwirnt. Und endlich habe ich mal ein Foto, wo ich Kammzug und 50 g fertiges Garn zusammen ablichten kann. Für den ersten Teil gingen schon einige gemütliche Stunden drauf, so dünn war der Faden. Belohnung für die Geduld sind 187 Meter auf 50 g. Das werden die ersten robusten, unkratzigen Socken aus selbstgesponnenem Garn! (Wenn demnächst die zweiten 50 g fertig werden.)

Mittwoch, 25. September 2013

Catrins LG

 
In Windeseile schnell noch vor dem Besuch bei Catrin versponnen und erst am Urlaubsort richtig trocken geworden, ist dieser farbenprächtige Strang aus einem BFL Kammzug, wieder einmal von einer Fremdfärberin.

 
Da ich die ganze Woche zu "schwach" zum Zählen war, musste Catrin dieses harte Los übernehmen und kam auf etwas über 400 Meter. Ziel erreicht, juchu! ;o) Dies war der zweite Teil der Entlohnung für ihre Strickarbeit für mich.

 
Sie wird wieder etwas himmlisches für die Sinne daraus zaubern. Viel Freude damit! (Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht gespannt bin.)

Montag, 23. September 2013

Was für eine Woche!

Ich denke, ich muss rückwärts anfangen. ;o)


Das lang ersehnte Treffen mit Catrin hat stattgefunden! Die gefühlten 60 Minuten (die Stunden vergingen wie im Flug) waren klasse. Wir besuchten zusammen im kleinen Weinörtchen Untereisenheim den "Kulturherbst" mit offenen Hinterhöfen und Weinverkauf und etlichen Ständen mit Kunsthandwerk


und machten im Anschluss noch eine kurze Stippvisite bei der ebenfalls richtig netten "Frau Wollgefühl" in ihrem schnuckeligen Wolllädchen. Leider waren wir spät dran und haben nur noch das letzte Bimmeln der Ladenglocke vernommen, da das wöchentliche Stricktreffen bei Kaffee und Kuchen gerade zu Ende war. Und gerade frage ich mich, warum ich nicht die Kamera im Anschlag hatte.

 
Wir ihr vielleicht schon auf Catrins Seite gesehen habt, haben wir ein kleines Fotoshooting veranstaltet. Als Untertitel sollte hier "Zwei Engel für Wolli" stehen. Wegen mangelndem Ernst ist daraus eher "Zwei Hühner für Wolli" geworden. Die eigenen Männer taugen ganz einfach nicht, als anfeuernde Fotografen. ;o) Und Catrin, Du bist spitze! Dank Dir noch mal für den herzlichen Empfang. Ich freu mich schon jetzt auf das nächste Telefonat.


Vorher waren wir in Garmisch-Partenkirchen. Wie es der Zufall wollte, war direkt am zweiten Urlaubstag die jährliche Werdenfelser Bergschafprämierung. Alle Bergschafzüchter der Umgebung bringen zu dieser Jahreszeit ihre Schafe wieder ins Tal, wobei die Schönsten den Preisrichtern vorgeführt wurden. Das war ein Geblöke. ;o) Und selbst wie bei den richtigen Models war auch hier die Nervosität groß und die Damen spuckten auf dem Laufsteg ein wenig und ließen sogar hin und wieder etwas unter sich gehen, wie man sieht. ;o)



Ja und auf diesem Fest war auch die Münchener Ortsgruppe der Handspinngilde vertreten. Nach einem sehr netten und für mich viel zu kurzen Gespräch (ich hatte ja noch einen Herrn, der unbedingt wandern wollte im Schlepptau), stellte sich heraus, dass es sich um Blaushorty, alias Karin handelte. So klein ist die Welt! Im Hintergrund sieht man ihren traumhaften Mantel, entstanden aus etlichen 50 Gramm Fasern, unterschiedlichster Farbe und Qualität, die sie von vielen Spinnerinnen bekommen hat. Von hier aus noch einmal herzliche Grüße in den Süden! Gerne hätte ich mich zu den Damen und dem Herrn mit meinem Rad dazu gesetzt und die herrliche Atmosphäre genossen. Immerhin habe ich etwas graues Bergschafvlies erstanden und habe mir so eine schöne Erinnerung gesichert.


Der Urlaub war spitzenmäßig. Und jetzt geht es demnächst auch schon mit dem Fasertausch von Anne weiter. Es wird nicht langweilig! ;o)

Samstag, 14. September 2013

Polarfuchsspätherbst

Dieses Garn aus ofengefärbter Polarfuchsfaser, war so ganz und gar nicht geplant.


Es fing schon mit der komischen Färbung an. Ich hatte etwas ältere Restefarben aufbrauchen wollen und nicht schlecht gestaunt, dass ich Blautöne aus dem Ofen holte, die ich zuvor gar nicht in den Farbtöpfen hatte. Es hat sich wohl teilweise der Pinkanteil aus den Mischungen verabschiedet. Was vorher noch Mocca war, wurde durch das nicht mehr färbende Hot Pink zu Blau. Falls das überhaupt möglich ist. Aber gut, ich habe es mal so hingenommen.


Der Kammzug lag eine ganze Weile unbeachtet in der Ecke und erst ein Probespinnen der lieben Spinnkollegin Heike auf dem neuen Bliss, hatte ihn wieder interessant gemacht. Und zwar als man sehen konnte, wie sich die relativ langweiligen Farbtöne, dünn ausgesponnen, zu schönen Nuancen entwickelten. Das Foto hatte ich in praller Sonne aufgenommen und gibt jetzt nicht wirklich die reellen Farben, die etwas gedeckter sind, wieder.


Na ja, eine Spätnachmittagsonne hellt das Garn hier auch noch mal auf und verleiht ihm einen warmen Ton. 278 m aus 121 g Fasern sind es geworden. Das Garn ist robust, aber nicht kratzig. Und da wir noch keinen Herbst haben, liegt es jetzt erst einmal noch auf dem Wollehaufen und wartet auf das ultimative Strickmuster. ;o)

Freitag, 13. September 2013

Alles Bunte für die Füße


Kurz vor dem nächsten Urlaub habe ich noch in aller Eile vor den Farbtöpfen gestanden und eine kleine, farbenfrohe Meute Sockengarne hervorgebracht. Ich hoffe, dass die zukünftigen Strickerinnen die kleinen Wilden zu bändigen wissen und Spaß daran haben werden.

Samstag, 7. September 2013

Color me in-Garn


Hier ist es! Ich bin begeistert von den Farben. Und vom Erscheinungsbild der Zwirnung. 4 Tage habe ich gemütlich gesponnen. Hauchdünn!  Es sieht aus wie Sockenwolle und hat doch nur eine Länge von 312 Meter. Ich gebs auf. ;o)


Es war hoch interessant zu sehen, wie sich zwei super kurze Abschnitte von pink und türkis aus diesem Kammzug komplett in die davor und dahinter liegenden Farben gemischt haben, so dass diese einen tick leuchtender wurden.


Gesponnen habe ich mit der 8,5er und verzwirnt mit der, festhalten, 18er Übersetzung. Sehr ambitioniert. ;o) Aber einfach genial! Ich LIEBE dieses Garn!!!


So werde ich die Garne in Sockenwollstärke nur noch spinnen. Schade dass die Sonne heute keinen Bock hat. Und es soll noch schlechter werden. Dann also die Fotos ohne Sonne.

Samstag, 31. August 2013

Murks


 zeige ich euch heute einmal. Sieht zwar auf den ersten Blick gerade nicht so aus, ist es aber. Von Anfang an war ich mit einem Merinokammzug, den ich portionsweise im Topf gefärbt hatte, unzufrieden. Ich hätte vielleicht doch mal ein Foto machen sollen. Die Farben waren in ihrer Intensität und Verteilung langweilig. Eigentlich wollte ich damit Coils üben. Eigentlich. Dann habe ich vom langen Auszug gelesen und mal wieder Blut geleckt. Also habe ich den Kammzug in seine Einzelfarben zerpflückt und neu zusammenkardiert. Davon dann mal ein Foto.


Dieses Batt habe ich dann der Breite nach geteilt, zwei Rollen gewickelt und diese dann von der Seite her als eine Art Kammzugwurst in die Länge gezogen, in der Hoffnung, dass sich die Fasern beim Spinnen schön ausziehen lassen und sie farbgleich zu verzwirnen. Der Farbverlauf war jetzt sehr schön. Es sind 2 Lila- und 2 Blautöne. Sieht man aber nicht.

 
Diesen Gedanken konnte ich aber schon nach den ersten Umdrehungen knicken. Durch das zu grobe Kardieren waren Knubbel entstanden und für einen dünnen, langen Auszug nicht mehr geeignet und überhaupt. :o(. Aber ich hatte die Faser nun einmal auf dem Rad und wollte einfach nur fertig werden. Deswegen habe ich auch größtenteils die Knubbel im Garn belassen, was sich nach dem Entspannungsbad als großer Fehler erwies. Klar, sollte man wissen. Und große Mühe habe ich mir eh nicht mehr gegeben. Durch die hohe Verzwirnung, die ich in einem Anflug von Abenteuerlust zusätzlich einmal anders probiert habe, sind die anfänglichen Knubbel zu großen Puffern aufgegangen, was dem Ganzen etwas Instabilität verliehen hat. Diese 50 g  waren also von Anfang an weiteres Lehrgeld für mich, wie man alles besser nicht macht. Die "starre" Zwirnvariante, bei der die Zwirnhand auf der Stelle ruht und das Garn nur von der Bremseinstellung eingezogen wird, werde ich aber vielleicht noch einmal ausprobieren. Das Garn selber fühlt sich fast wie Mikrofaser an, so weich ist es. Und die anderen 50 g, die noch als Batt rumliegen, werden entweder irgendwann von Motten gefressen oder noch mal auseinander gerupft. ;o) Gut, dass ich jetzt was Schöneres auf dem Rad habe. Mangels Zeit dauert es allerdings noch etwas.
 
Zur Erbauung hier noch ein paar Dahlienbilder, die im Garten gerade prachtvoll blühen. Für Frau Elderbeary sind die ersten schon in die Truhe zum späteren Färben gewandert.