Montag, 1. Januar 2018

Lamina Schal

 
Seit gefühlten Monaten ist es entweder dunkel oder diesig oder beides. Man kommt im Dunklen nach Hause und an den Wochenenden ist gerade immer dann Tristesse angesagt, wenn man die Kamera hervorholen will. Wie soll man da vernünftige Bilder machen? Jetzt habe ich die Faxen dicke und nehme die, die ich eigentlich als verbesserungswürdig empfand.
 
 
Aber nun zum Projekt. Schon lange hatte ich den Lamina Wrap auf Ravelry im Auge und trödelte herum, weil ich nicht wusste, aus welchen Garnen ich diesen Tuchschal machen wollte. Aus einer Auswahl für ein anderes Vorhaben gefärbter Stränge Tüchergarn, und einiger Restefärbungen, die mir der Zufall überlies, indem ich zu den Gläsern griff, die mir am wenigsten mysteriös erschienen, entstand diese bunte Variation.

 
Ich muss sagen, wenn ich für ein Projekt gezielt färbe, verwerfe ich es anschließend, weil es mir nicht mehr gefällt, um Monate später etwas völlig anderes daraus zu machen. Ich glaube, so werde ich zukünftig alle weiteren Garne färben. Denn zumindest für mich ergibt sich daraus das Optimum. ;o)

 
Ich erwähne noch, dass mir selbstverständlich das dunkelgraue Garn bei etwa 4/5 der Rippen  ausgegangen ist und ich 400 g "verbraten" habe, bis ich das richtige Schwarz und dessen Verdünnung getroffen hatte. Wozu sich etwas notieren, wenn man genug Garn auf Lager hat? :o/ Es ist immer das Gleiche! Dann habe ich so lange gestrickt, bis alles Nachgefärbte aufgebraucht war und ich bei der letzten grauen Rippe sogar noch eine Reihe weglassen musste, was Gott sei Dank überhaupt nicht auffällt.

 
Gestrickt habe ich am Ende 1,25 Schals, weil es ja so einfach ist, hier und da einen Umschlag zu vergessen und dieses aufgrund des Musters erst im nächsten Farbabschnitt zu bemerken. *argh

 
Ein Glück, dass es so viel Spaß gemacht hat und die vielen Farben immer Anreiz waren, schnell weiter zu stricken.

 
Seit Wochen ist das Schaltuch wie gesagt fertig und wartete eigentlich nur auf das Spannen. Auch hier hat mir die Zeit und ein vernünftiger Platz dafür einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Problem hat sich aber von selbst erledigt, da sich das Strickstück beim Tragen schon in die endgültige Länge gezogen hat, so dass das Muster schön herauskommen kann.

 
Und so, wie mir der Schal beim Tragen Freude bereitet, wünsche ich allen ein frohes, gesundes und kreatives neues Jahr!

Dienstag, 26. Dezember 2017

Männerloop in Jeansfarben

 
Mit dem wirklich allerletzen Garnzipfelchen habe ich die Enden zusammennähen können. Keine einzige Reihe hätte an diesem Loop fehlen dürfen. Das macht hin und wieder den Unterschied zwischen "schön halsnah" und Strangulation. ;o))

 
Schön halsnah sollte er nämlich auf Wunsch sein und breit genug zudem, um ihn bei Bedarf über die Ohren ziehen zu können, bitteschön! Das hätte fast nicht geklappt, hatte ich doch vor fast einem Jahr ein ganz anderes Muster ausgesucht. Dieses zog sich aber so sehr zusammen, dass der Garnverbrauch viel höher gewesen wäre. Also musste ich alles wieder ribbeln.

 
Aber das kenne ich ja schon. :o( Und dann war auf einmal für den Start des zweiten Versuchs das Garn weg. Spurlos. :o(( Wochen habe ich gesucht. Wiedergefunden habe ich es natürlich da, wo ich schon zweimal gesucht hatte. Wie das so ist halt, wenn man die Augen nicht richtig aufmacht. ;o) Das schlichte Flechtmuster ist überaus männertauglich und für dicke Garne, wie dieses, gut geeignet. Der Herr ist hoch zufrieden. Jetzt darf es zum Tragen ruhig ein paar Grad kälter werden.
 
Ich wünsche allen noch einen schönen 2. Weihnachtstag!

Sonntag, 3. Dezember 2017

Der 1. Advent ist bunt

 
Zum unglaublich nasskalten 1. Advent bringe ich heute einmal ganz unweihnachtliche Farbe ins Spiel. Es ist ein weiteres Auftragsgarn, für Catrin gesponnen.

 
Der Kammzug, wie auch einige noch folgende, sind Färbungen von einer anderen Handfärberin. Eine Sockenmischung, butterweich, zu 100g, die hier zu 433 m versponnen wurden.
 
Ich wünsche allen einen gemütlichen 1. Adventssonntag!

Sonntag, 26. November 2017

Ausgelacht

hat die Hexe jetzt erst einmal. Die hat mich tatsächlich nach dem Zählen der Gesamtmeter noch ganz schön geärgert. 179 g sind nur 508 m geworden. Jetzt muss ich erst mal wieder neu für das Vorhaben spinnen. Die alte Dame wird aber bald in ein anderes Projekt verwickelt.

 
Damit hier aber mal wieder ein neues Bild erscheint, gibt es einen Eindruck der letzten Färbeaktion.

Samstag, 4. November 2017

Hexenlachen

 
Das Lachen der Hexe kam ganz unverhofft aufs Rad. Ich wurde praktisch dazu gezwungen. ;o)
 
 
Schon ganz lange hatte ich die selbst gefärbten BFL Fasern von 179 g in der Vorratskiste. Und jetzt, nach nur drei Jahren, steht das ideale Projekt an. (Vorratshaltung lohnt sich immer! *hihi)

 
Es waren ziemlich zerrupfte Endstücke eines Kammzugs und diese sahen nach der Färbung natürlich nicht besser aus. Dem Garn sieht man die Fledderei nun nicht mehr an. Das Knäulchen konnte ich mit einer Lauflänge von 246 m und 83 g schon auswerten. Wären es 100 g, hätte es eine Lauflänge von 296 m.  O..O  ("Ich dachte, da wär mehr drin...") Ganz ehrlich, es hat die gleiche Stärke wie gekauftes Singlegarn von 400 m Länge.

 
Catrin wird sich nun der Hexe annehmen (es wurde schon dezent nachgefragt, wie weit ich bin) und etwas richtig schön großes daraus zaubern... *hüpf 

Sonntag, 22. Oktober 2017

"Roar"


Frau Perry hat es schon einmal nett herausgebrüllt und bei mir ist es einfach passend für dieses Garn. Das weckt den Tiger in Dir! ;o)
 

Es ist eine Auftragsarbeit für Catrin, die den Kammzug von einer anderen Handfärberin erworben hatte und sollte "bitte so etwa 400m Lauflänge auf 100g" haben. OK, dann also frisch ans Werk!
 

Dann Tumulte in der Spinngruppe: "Was machst Du denn da schönes?" Die brave Antwort: "Ein Singlegarn im Auftrag und 400 m sollen am Ende dabei herauskommen." Und dann kam es mehrstimmig von den Experten: "Ein Singlegarn? - Warum das denn? - Will die das denn so? - Naaaain, das ist doch viel zu dünn! - Im Leben ist das dünner als 400 m! - Das hättest Du dicker spinnen müssen! ..."
 

In solch schwierigen Momenten heißt es Ruhe bewahren, tief in den Bauch atmen, den Lotuseffekt anwenden - alles abperlen lassen - und nett in die Runde lächeln. Nach dem Entspannungsbad, also dem des Garns (wenngleich ein solches für das eigene Wohlbefinden auch nicht zu verachten ist), zählt man dann gemütlich seine Fäden und erhält in diesem Fall die magische Summe von 384 m. Dicker spinnen, jau, is klar! Roar!

 

Sonntag, 8. Oktober 2017

Seeungeheuer

 
Ein ganzes Pfund sogar.
 

Als vor etwa 2 Jahren dieser Merinokammzug ins Haus kam, musste ich schlucken. Mehrfach. So hatte ich mir die 8 Farben, zwei verstecken sich im Inneren, nicht vorgestellt. Einzeln betrachtet, wirkten auf dem Bildschirm alle ein klein wenig ... schöner.
 

50 g hatte ich damals angesponnen und dabei festgestellt, dass die merkwürdige Farbzusammenstellung verzogen und vermischt gar nicht mehr so übel aussah. Aber andere Vorhaben waren seinerzeit interessanter.
 

Nun begab es sich aber, dass ich ein Zwischenprojekt brauchte, bei dem das Ergebnis nicht so wichtig war und mir fiel das "grüne Monster" wieder in die Hände. Tja, und wie das so oft im Leben mit ungeliebten Dingen ist, man gewöhnt sich daran und ist am Ende auch schon mal traurig, wenn es vorbei ist. Aber drei weitere Monster liegen ja noch auf Lager...