Mittwoch, 27. Februar 2013

Artyarn bei Kima



Und endlich kann ich doch auch noch das gut abgelagerte, wilde Artyarn, das wir bei der unglaublich netten und kreativen Claudia (Kima) gesponnen haben, zeigen.


Es war ein herrlicher Tag, an dem wir 5 Frauen, als kleine Abordnung unserer Spinngruppe, uns an Claudias reichhaltigem Wollbuffet gütlich tun und austoben konnten, äh spinnen durften. Da wir alles ausgerechnet an einem Tag lernen wollten, kamen wir kopfmäßig ziemlich blutleer, aber glücklich mit unseren wolligen Schätzen zu Hause an.


Ich habe es nach einem Bouclé und einem Corespun nicht mehr geschafft, mein angefangenes Artyarn zu verzwirnen. Das habe ich zu Hause dann noch nachgeholt. Allen, die sich auch einmal an Fasern, Farben und Spinntechniken ausprobieren wollen, kann ich ihre Kurse nur wärmstens ans Herz legen. Ihr werdet herrliche Stunden verbringen.

Ach ja, über allem wachte im wahrsten Sinne des Wortes, der "Herr der Wolle" Wooly der 1. Als Katze darf man sich sogar aufs Buffet schmeißen und ne Runde zwischen den Schätzen ratzen und wird von allen als ausgesprochen niedlich bezeichnet und beneidet. Leider habe ich kein Foto geschossen, aber wenn ihr diesen himmlischen Kater sehen möchtet, schaut ganz einfach hier. Mann, Kater müßte man sein. ;o) (Man beachte den strengen Blick! Das Kerlchen nahm seinen Job verdammt ernst. Kein Wunder, als Hahn im Korb, hm, wohl eher Katz auf Woll.)

Dienstag, 26. Februar 2013

Ups, Lace!


Dachte ich, als ich die ungewässerte Zwirnung in Händen hielt. Falsch gedacht, wie sich danach herausstellte. Aus dem hier bereits gezeigten Kammzug, dessen Farbenvielfalt mit dem Smartphone überhaupt nicht zur Geltung kam, wollte ich ein Überraschungsgarn, was die Farbvermischung anging, spinnen. Überraschend für mich ist die Stärke von 390 Meter auf 100 Gramm. Ich dachte schon, den Auszug für das zweifädige Zwirnen etwas übertrieben zu haben. ;o) Ich hätte im Leben nicht mit Sockenwollstärke gerechnet. Es wird es auf jeden Fall ein Tüchle, wie Knitcat es so herrlich strickt.


Hier habe ich noch einmal ein Foto mit einem 2. Kammzug, auf dem man die Wandlung der Farben ganz gut erkennen kann. Hm, war wohl doch etwas mehr Blauanteil drin, als ursprünglich von mir vermutet. Ich hatte jedoch gehofft, die braun-lilanen Abschnitte überwiegend farbgleich verzwirnen zu können. Pustekuchen mal wieder. ;o)

Sonntag, 24. Februar 2013

Gemeinschaftsfortsetzungsprojekt Teil 1


Ich habe mal wieder gefärbt. Aber nicht einfach so, sondern für einen ganz besonderen Tausch mit einer ganz tollen Frau, von der die meisten sicher auch schon etwas gehört bzw. gesehen haben. Mit wem ich tauschen werde, verrate ich an dieser Stelle noch nicht. Ein wenig Spannung soll ja bleiben. ;o) Auf Wunsch dieser einzelnen Dame, werde ich aber immer über aktuelle Zwischenstände unseres Gemeinschaftsprojektes berichten, damit die Wartezeit auf die fertigen Garne nicht arg zu lang wird.


Alles beginnt also mit diesen beiden sehr ähnlich gefärbten Kammzügen á 180 Gramm aus jeweils 50% Wolle und Seide. 400 Meter müssen es pro Kammzug werden, damit die Empfängerin der fertigen Garne sich eines von beiden aussuchen kann, um sich ein Stück nach ihrer Wahl daraus zu stricken. Ihr Wunsch war in jedem Falle grau. Gute Wahl, grau geht bei mir auch immer. Daneben sollten es Beerentöne sein. Es wurde immer besser. Also ran an die Farbtöpfe und fleißig gemixt. Nebenbei erwähnt, möchte ich nicht vor dieser Wahl jetzt stehen. Ich könnte mich absolut nicht entscheiden. Aber niemand hat gesagt, dass dieses Projekt nur einfach wird. ;o)) Aus dem 2. Garn wird sie dann auch etwas für mich fertigen und ich kann jetzt schon sagen, dass ich mir über ihr Angebot ein Loch in den Bauch gefreut habe.


Und das Schöne ist, nebenbei werde ich noch zur Expertin in Sachen Färben von unterschiedlichen Fasern. Denn wie hat ein Herr Bohr so schön gesagt: "Ein Experte ist jemand, der in seinem Bereich, schon alle möglichen Fehler gemacht hat." Lehre Nr. 1: Stark verdünnte Farbe wird von Seide regelrecht aufgefressen und dringt gar nicht erst in die inneren Bereiche des Kammzugs vor. Bedenke dies stets vor weiteren Färbungen, um weitere graue Haare und unkontrolliertes Fluchen zu vermeiden! Selbstverständlich habe ich nach 3 unruhigen Nächten alles noch einmal gefärbt und bin nun leidlich zufrieden. ;o)


Die neue Kamera funktioniert auch so wie gewünscht und es ist mir möglich, die Farben so gut wie originalgetreu auf den Bildschirm zu bannen. Juchuuuu!

Fortsetzung folgt...

Sonntag, 17. Februar 2013

Ein Petunienkörbchen


zur Wollaufbewahrung ist bei mir eingezogen. Ich war gleich begeistert von der Machart der Blüten, als ich ein ganz anderes Exemplar auf dem Blog von Knitcat gesehen habe. Die Idee, darin das gerade zu verstrickende Knäul kreisen zu lassen, ließ mich nicht mehr los und so habe ich bei Inés angefragt, ob Sie auch so ein Körbchen für mich hat. Ich werde wohl um den Körbchenhals noch eine grüne Filzschnur zur Vervollständigung legen.

 
Die Blüten sind wunderschön knallrot und kommen auf dem schwarzen Untergrund herrlich zur Geltung.

 
Ansonsten kröse (wie wir Ruhrgebietler so sagen) ich in den letzten Tagen nur so vor mich hin. Ein neues Dreiecktuch wollte ich eigentlich gezeigt haben, hätte ich nicht in der letzten Reihe 2500 Maschen wieder aufgeribbelt, weil sich das schönere Maschenbild der Abschlusskante auf der linken Seite wiederfand. Als ich wieder 3 Reihen neu angestrickt hatte, merkte ich, dass ich bei den mittleren Zunahmen einen Fehler gemacht hatte. Also wieder ribbeln. Danach war ich stocksauer, hab alles in die Ecke geschmissen und noch mal nachgetreten. Das war ich meinen Nerven schuldig. Und die erste Reihe ist jetzt auch schon wieder angestrickt. Aber ich spinn jetzt erst noch ne Runde.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Ein Tusch,

 
dass ich es am Aschermittwoch endlich geschafft habe, den Strang vor die Linse zu kriegen.

 
Gar nicht so einfach, bei dem locker bewölkten Himmel. Kamera rauf, Sonne weg, Kamera runter, warten, Sonne kommt, Kamera rauf...

 
Und hier, unter meiner selbstgebastelten Fotobox, ist sogar auf den komprimierten Bildern das Glitzern sichtbar. Strike! Nur die Beleuchtung ist unbedingt ausbaufähig.

 
Aus gefühlten 120g Spinnwebfäden wurden 298 Meter, herrlich anzufassendes Glitzerfalklandgarn. Bei den errechneten Metern habe ich erst einmal dumm geguckt, hatte ich doch mit mehr gerechnet. Also müssen die Spinnweben wohl die einer etwas größeren Gattung gewesen sein. ;o)

 
Aber egal, der Anfang zu Traumgarn ist gemacht!
Und eine neue Kamera ist auch schon da. Ich muss nur noch die Anleitung in Telefonbuchstärke durchackern, dann kanns losgehen.

Sonntag, 10. Februar 2013

Sonnenschein und Farbglanz

 
mehr kann ich leider noch nicht zeigen. Nicht eine einizige Radumdrehung habe ich in den letzten 2 Tagen geschafft. Weil... der Liebste muss ja unbedingt Karneval feiern. Und die Liebste wird überall mit hingeschleift. Bzw. läßt sich schleifen, weil er ja auch mit ihr geduldig Schafe und anderes Getier gucken geht. Also darf ich nach eiskalten 3,5 Stunden am Straßenrand, Umzug gucken, nicht meckern. Das kriegt er alles wieder! ;o)
 
 
Glitzerglanz kann man auf dem oberen Bíld noch etwas besser erkennen, als auf dieser etwas unordentlichen Spule. Und der Glitzer kam deswegen schön zutage:


Sonne!!! Herrlich. Und ich konnte sie nicht nutzen, weil ich ja mit "Kamelle" rufen mußte. Tätä tätä tätä... Boh!

Freitag, 8. Februar 2013

Glatt vergessen


zu zeigen, habe ich die "Kurzabschnittsprenkelreste" der Felder der Provence-Färbung. Die wollte ich eigentlich mit in den selben Post gestellt haben. Und auch hier gilt auf BFL: Nein, es ist nicht so viel Blau enthalten, wie die Fotos uns vorgaukeln. Ich glaube, ich brauche eine neue Kamera. Sonst heul ich noch Monate hier rum.


Geplant: Eine zufällige, dünne Zweifachzwirnung.

Ansonsten habe ich jetzt die Zirkusfarben von "Manege frei!" auf dem Rad. Mit etwas Glück wird das Garn am Sonntag fertig. Ich bin jetzt schon ganz schwer begeistert.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Kuschelnavajoübungsgarn


à la Nanilie! Hier sind ganze 33g einer, auf die Dauer recht langweilig zu spinnenden, BFL-Färbung, die ich in den unteren Regionen meiner Färbekiste noch gefunden hatte. Ganz eisern habe ich 1/3 des Kammzugs hauchzart versponnen und dann mit der doppelten Übersetzung navajoverzwirnt. Das Ergebnis für mich: grandios! Weil: Sockengarnstärke und kuschelweich. Und ich mußte endlich mal nicht in Ermangelung eines dritten Armes, die Zähne zu Hilfe nehmen, weil sich der Faden von der Spule auf dem Weg zur Zughand oft schon extrem selbst verzwirnt hat.


Na ja, ein klein wenig ist die Gleichmäßigkeit des Fadens noch ausbaufähig, aber für den Anfang schon nicht schlecht. Dank Dir, liebe "Nanilie", ganz herzlich für Deine genialen Hinweise! 


Dienstag, 5. Februar 2013

Sweetwater


Sage und schreibe 6 Monate lagen zwischen der Verarbeitung der ersten beiden Stränge und dem dritten. Und selbst für diesen hatte ich mehrere Wochen lang nur die ersten 50g auf der Spule, bis ich endlich den Ehrgeiz hatte, die zweiten 50g zu verspinnen. Weil... erstens, hatte ich nach all der Zeit keine Ahnung mehr, wie dick ich damals gesponnen habe, zweitens, mit welcher Übersetzung und drittens, wußte ich nicht mehr, welcher Farbverlauf auf der ersten Spule war. Wollte ich doch ursprünglich, wie bei den beiden anderen Strängen, den Farbverlauf beim zweifachen Zwirnen beibehalten. Also:" Blindflug!" Bevor es weiter geht, erst mal noch ein Foto. ;o)


Die beiden ersten 100g hatte ich einfach wie sie kamen, auf jeweils 2 Spulen gedreht. Ergab also einen gaaanz langen Farbverlauf. Den 3. habe ich dann längs in der Mitte geteilt und farblich noch mal irgendwie auseinander gerupft, damit ich auch hier einen ähnlich langen Verlauf bekommen hätte. Die Betonung liegt auf "irgendwie" Nach Wochen hatte ich natürlich keine Ahnung mehr, mit welchen Abschnitten ich angesetzt hatte. Lehrgeld! Zumal der Dritte auch etwas perliger in der Verzwirnung geworden ist. Fazit: Lasse niemals ohne Aufzeichnungen ein Projekt über mehrere Wochen liegen! Und Kammzugfotos habe ich auch verpaßt. :o( Immerhin habe ich jetzt etwa 452  Meter, blau-grünes, minimal unterschiedliches BFL-Garn. Allerdings lassen mich die Gesamtmeter schon wieder grübeln, weil es dünner ist als das "Männergarn" und wieso ich nur 50 Meter mehr an Ausbeute habe. Boh ey!

Sonntag, 3. Februar 2013

Wieder in den Farbtöpfen gerührt


habe ich am letzten Wochenende und was dabei heraus gekommen ist, seht ihr hier. In gefühlten 30 Sekunden, als die Sonne sich für ein paar kurze Wimpernschläge bequemte, doch noch durch die Wolkenmassen zu lugen und wir noch weitere Termine für den Tag hatten, habe ich alles auf den Tisch geschmissen und mal eben schnell fotografiert. "Manege frei!" würde ich zu dieser Färbung sagen. Im ersten Moment erschlägt es einen etwas.


Im nächsten Moment auch noch. ;o) Falkland mit Glitzernylon war meine Wahl für ein geplantes, kunterbuntes Sockengarn in Navajoverzwirnung. Gesehen habe ich ein ähnliches bei Nanilie. Sie hat eine fantastische Verzwirnung und ich hoffe, mir diese Exaktheit auch irgendwann aneignen zu können. Ob ich jemals Socken davon stricken werde, steht in den Sternen. Hauptsache, ich habe ein fröhliches Garn zum Üben. Tine hat auch einen Teil abbekommen. Mal sehen, wer ihn schneller verarbeitet hat.



Und hier habe ich die Färbung "Vintage Style" auf 50% Merino, 25% Bambus und 25% Tencel. Ebenfalls bei Nanilie gesehen und sofort verliebt, habe ich mich in das Shaelyn-Tuch. Ihres ist natürlich perfekt und einfach fantastisch, und für dieses Muster habe ich den Kammzug verplant.


Und zuletzt noch ein schwarzer Bambus/BFL gemixter Kammzug. Es war kein Bild beim Kauf abgebildet und so dachte ich, dass der schwarze Bambusanteil sich in klaren Schlieren durch das BFL gezogen hätte. Leider wer er jedoch völlig durchgemischt, so dass der Kammzug komplett grau erschien. Mit der Färbung "Offenbarung" bin ich gespannt, wie sich die Farben dünn ausgesponnen entwickeln werden.

Samstag, 2. Februar 2013

Männergarn Teil 2


Wo kommt denn das ganze Grün auf einmal her, war Tines erste Frage. Joh, stimmt, komisch, war meine Antwort. Weil ich ja genau so viele Farbabschnitte gefärbt habe, wie alle anderen auch.


Wie dem auch sei, hier sind zwei experimentelle vorher-/nachher Bilder. Ich glaube, man im unteren Bereich kann ganz gut das "allseits beliebte Auffluffen" des einzelnen Fadens erkennen. Näher komme ich mit dem Smartphone leider nicht heran. Und für mich sind ab jetzt Polwarths nur noch Popcornschafe! ;o)

Und hier sieht man, wie die der gehaspelte Umfang nach dem Waschen flöten gegangen ist. In diesem Fall sind es in der doppelt gelegten Länge, gute 6 cm. Also wären es 12 cm, die die Wolle insgesamt eingebüst hat. Dafür kann ich jetzt eine Nadelstärke dicker stricken. ;o)


Insgesamt hätte ich nach dem Baden der anderen beiden Stränge wohl 401 Meter, aus 300g Wolle gesponnenes, kuschelweiches Männergarn zur Verfügung. Äh..., nun ja, muß ja nicht immer "kernig" sein. ;o) Und dann werde ich jetzt mal wacker die Nadeln kreisen lassen.

Freitag, 1. Februar 2013

Felder der Provence


Seidenglanz umgibt diese beiden Kammzüge aus 50% Wolle/50% Seide. Die Färbung habe ich bewußt teilweise "luftig" gehalten, weil ich sehen möchte, wie sich der Weißanteil auch hier wieder verteilen wird und auf die Farben auswirkt.

 
Und auch hier kann ich hampeln, wie ich will, das Blau wird nicht, wie in Wirklichkeit, Blaulila. Selbst das kühle Grün ist hier viel zu blau. Wollte ja clever sein und mal andere Lichtverhältnisse testen. Nein, ich ärgere mich nicht mehr. *arrrrrgh