Sonntag, 14. Januar 2018

Allin-Garn 2. Versuch


Nachdem mich die Hexe mit ihrem schäbigen Lachen so maßlos in Stich gelassen hat, musste ein neuer Versuch gestartet werden, bei dem für das Tuch Allin mit 200 g Fasern mindestens 600 m Garn erreicht werden.

 
Ich entschied mich für eine weitere fröhliche, sehr farbintensive Färbung von EtherischeÖle aus früheren Zeiten, als Braun, Blau und Grün bei ihr noch nicht so sehr im Mittelpunkt standen und auch noch auf BFL gefärbt wurde. Es war ein lange gehüteter Schatz, der auf die richtige Bestimmung wartete.
 

Jetzt habe ich 809 m ersponnen und Catrin steht schon ganz ungeduldig in den Startlöchern, um sich endlich an das Tuch zu machen. ;o) Sorry, die Weihnachtstage und ein paar Geburtstage sind mir mit den üblichen Verpflichtungen irgendwie in die Quere gekommen. ;oD
 

Sonntag, 7. Januar 2018

Die erste Mütze

 
Ungelogen, es ist die erste, die ich je gestrickt habe. Es ist auch das erste Mal, dass ich Romneywolle gefärbt und gesponnen habe. Auch, dass ich sie auf einem E-Spinner fertigte und dass ich die Mütze mit dem kürzesten Nadelseil gestrickt habe. Es sollte für den ersten Versuch nicht gerade das beste Garn aus dem Vorrat sein und somit entschied ich mich für dieses. Wie es sich zeigt, war es genau die richtige Wahl, denn das etwas unscheinbare Fädchen hat sich als sehr ansehnlich herausgestellt. Wie man sich doch manchmal täuschen kann. ;o)
 
 
Einfach eine Maschenprobe der Kopfweite entsprechend gefertigt und umgerechnet, so lange gerade hochgestrickt, bis noch genug für die Spitze übrig blieb und für diese dann gleichmäßig verteilt 6 Abnahmepunkte markiert und in jeder Reihe 2 Maschen rechts zusammengestrickt. Fertig!
 

Bis ich damit beginnen konnte, war es ein steiniger Weg. Gleichzeitig gibt es für mich nun eine Erklärung dafür, warum man leider zu viel im Internet bestellt, anstatt die ortsansässigen Läden zu unterstützen. Und das kam so:

Zu meinem nietnagelneuen 40er Nadelseil benötigte ich nun kurze Nadelspitzen der Stärke 3,5. Die normal langen funktionieren ja bei dem ganz kurzen Seil nicht. Also wendete ich mich vertrauensvoll an den heimischen Handarbeitsladen und erlebte wieder mein Wunder. Auf die Frage nach kurzen Nadelspitzen wurden mir lange vorgelegt. Auf die Nachfrage, ob es sich wirklich um kurze handelte, wurde diese dann verneint und die Gegenfrage gestellt, wofür ich sie denn benötigte. Die wären doch so kurz und unhandlich. Äh? Ich schilderte also mein Vorhaben und wurde dann überredet, doch ein normales 3,5er Nadelspiel zu nehmen. Da ich unbedingt mit der Mütze starten wollte, habe ich mich darauf eingelassen. Hier das Ergebnis:

 
Löcher! Passiert mir zwar bei Socken nicht mehr, aber hier schon. Im oberen Bereich habe ich schon mit den neuen, im Internet bestellten, kurzen Nadelspitzen weiter gearbeitet und nach diesem Foto alles zähneknirschend wieder geribbelt und von vorne begonnen, weil mich die Löcher Zeit meines Lebens gestört hätten.
 
 
Tja, und das ist der Grund, warum man leider nicht mehr so oft in den Fachgeschäften vor Ort seinen Bedarf deckt, weil diese mit falscher Beratung, in der Hoffnung auf den schnellen Euro, ihre Kunden selber vertreiben.
 
 
Aber Hauptsache, die Mütze ist gelungen und macht mir Spaß. Bei 2 C° und starkem Ostwind heute genau das Richtige! ;o)

Montag, 1. Januar 2018

Lamina Wrap

 
Seit gefühlten Monaten ist es entweder dunkel oder diesig oder beides. Man kommt im Dunklen nach Hause und an den Wochenenden ist gerade immer dann Tristesse angesagt, wenn man die Kamera hervorholen will. Wie soll man da vernünftige Bilder machen? Jetzt habe ich die Faxen dicke und nehme die, die ich eigentlich als verbesserungswürdig empfand.
 
 
Aber nun zum Projekt. Schon lange hatte ich den "Lamina Wrap" auf Ravelry im Auge und trödelte herum, weil ich nicht wusste, aus welchen Garnen ich diesen Tuchschal machen wollte. Aus einer Auswahl für ein anderes Vorhaben gefärbter Stränge Tüchergarn, und einiger Restefärbungen, die mir der Zufall überlies, indem ich zu den Gläsern griff, die mir am wenigsten mysteriös erschienen, entstand diese bunte Variation.

 
Ich muss sagen, wenn ich für ein Projekt gezielt färbe, verwerfe ich es anschließend, weil es mir nicht mehr gefällt, um Monate später etwas völlig anderes daraus zu machen. Ich glaube, so werde ich zukünftig alle weiteren Garne färben. Denn zumindest für mich ergibt sich daraus das Optimum. ;o)

 
Ich erwähne noch, dass mir selbstverständlich das dunkelgraue Garn bei etwa 4/5 der Rippen  ausgegangen ist und ich 400 g "verbraten" habe, bis ich das richtige Schwarz und dessen Verdünnung getroffen hatte. Wozu sich etwas notieren, wenn man genug Garn auf Lager hat? :o/ Es ist immer das Gleiche! Dann habe ich so lange gestrickt, bis alles Nachgefärbte aufgebraucht war und ich bei der letzten grauen Rippe sogar noch eine Reihe weglassen musste, was Gott sei Dank überhaupt nicht auffällt.

 
Gestrickt habe ich am Ende 1,25 Schals, weil es ja so einfach ist, hier und da einen Umschlag zu vergessen und dieses aufgrund des Musters erst im nächsten Farbabschnitt zu bemerken. *argh

 
Ein Glück, dass es so viel Spaß gemacht hat und die vielen Farben immer Anreiz waren, schnell weiter zu stricken.

 
Seit Wochen ist das Schaltuch wie gesagt fertig und wartete eigentlich nur auf das Spannen. Auch hier hat mir die Zeit und ein vernünftiger Platz dafür einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Problem hat sich aber von selbst erledigt, da sich das Strickstück beim Tragen schon in die endgültige Länge gezogen hat, so dass das Muster schön herauskommen kann.

 
Und so, wie mir der Schal beim Tragen Freude bereitet, wünsche ich allen ein frohes, gesundes und kreatives neues Jahr!

Dienstag, 26. Dezember 2017

Männerloop in Jeansfarben

 
Mit dem wirklich allerletzen Garnzipfelchen habe ich die Enden zusammennähen können. Keine einzige Reihe hätte an diesem Loop fehlen dürfen. Das macht hin und wieder den Unterschied zwischen "schön halsnah" und Strangulation. ;o))

 
Schön halsnah sollte er nämlich auf Wunsch sein und breit genug zudem, um ihn bei Bedarf über die Ohren ziehen zu können, bitteschön! Das hätte fast nicht geklappt, hatte ich doch vor fast einem Jahr ein ganz anderes Muster ausgesucht. Dieses zog sich aber so sehr zusammen, dass der Garnverbrauch viel höher gewesen wäre. Also musste ich alles wieder ribbeln.

 
Aber das kenne ich ja schon. :o( Und dann war auf einmal für den Start des zweiten Versuchs das Garn weg. Spurlos. :o(( Wochen habe ich gesucht. Wiedergefunden habe ich es natürlich da, wo ich schon zweimal gesucht hatte. Wie das so ist halt, wenn man die Augen nicht richtig aufmacht. ;o) Das schlichte Flechtmuster ist überaus männertauglich und für dicke Garne, wie dieses, gut geeignet. Der Herr ist hoch zufrieden. Jetzt darf es zum Tragen ruhig ein paar Grad kälter werden.
 
Ich wünsche allen noch einen schönen 2. Weihnachtstag!

Sonntag, 3. Dezember 2017

Der 1. Advent ist bunt

 
Zum unglaublich nasskalten 1. Advent bringe ich heute einmal ganz unweihnachtliche Farbe ins Spiel. Es ist ein weiteres Auftragsgarn, für Catrin gesponnen.

 
Der Kammzug, wie auch einige noch folgende, sind Färbungen von Etherischeöle. Eine Sockenmischung, butterweich, zu 100g, die hier zu 433 m versponnen wurden.
 
Ich wünsche allen einen gemütlichen 1. Adventssonntag!

Sonntag, 26. November 2017

Ausgelacht

hat die Hexe jetzt erst einmal. Die hat mich tatsächlich nach dem Zählen der Gesamtmeter noch ganz schön geärgert. 179 g sind nur 508 m geworden. Jetzt muss ich erst mal wieder neu für das Vorhaben spinnen. Die alte Dame wird aber bald in ein anderes Projekt verwickelt.

 
Damit hier aber mal wieder ein neues Bild erscheint, gibt es einen Eindruck der letzten Färbeaktion.

Samstag, 4. November 2017

Hexenlachen

 
Das Lachen der Hexe kam ganz unverhofft aufs Rad. Ich wurde praktisch dazu gezwungen. ;o)
 
 
Schon ganz lange hatte ich die selbst gefärbten BFL Fasern von 179 g in der Vorratskiste. Und jetzt, nach nur drei Jahren, steht das ideale Projekt an. (Vorratshaltung lohnt sich immer! *hihi)

 
Es waren ziemlich zerrupfte Endstücke eines Kammzugs und diese sahen nach der Färbung natürlich nicht besser aus. Dem Garn sieht man die Fledderei nun nicht mehr an. Das Knäulchen konnte ich mit einer Lauflänge von 246 m und 83 g schon auswerten. Wären es 100 g, hätte es eine Lauflänge von 296 m.  O..O  ("Ich dachte, da wär mehr drin...") Ganz ehrlich, es hat die gleiche Stärke wie gekauftes Singlegarn von 400 m Länge.

 
Catrin wird sich nun der Hexe annehmen (es wurde schon dezent nachgefragt, wie weit ich bin) und etwas richtig schön großes daraus zaubern... *hüpf