Samstag, 14. Januar 2017

Heiße Himbeeren

 
Das genaue Gegenteil des vorherigen Garns, jedoch von der selben Kurbel.

 
Auch diese Batts sind von Charlotte, ganz herzlichen Dank noch mal an dieser Stelle, und an farblicher Intensität kaum zu übertreffen. Ich schwöre, hier lag vorher Schnee, den die Farbe einfach weggeschmolzen hat. ;oD
 

Das Spinnen der Fasern ging auch hier flott von der Hand. Einkardiertes, kurzstapeliges Vlies ergibt hier einen schönen noppigen Effekt. Das Schöne ist, dass die Nüppchen im Garn bleiben und sich nicht, wie bei den allgemein käuflichen Wollnoppen, überall verteilen, nämlich vornehmlich auf dem Boden.


Die Lauflänge von 222 Metern auf 100 g ist ähnlich der des "kälteren" Garns und ließe sich prima kombinieren.
 

Ich habe daraufhin mal in meinem eigenen Faservorrat gestöbert, denn mit zusammen nicht ganz 500 m kommt man ja nur bedingt weit. Tatsächlich bin ich fündig geworden und habe für eine weitere beerige Angelegenheit die eigene Kurbel gedreht. Also heißt es an dieser Stelle: Fortsetzung folgt... ;o)

Samstag, 7. Januar 2017

Geeiste Beeren


Ganz überraschend habe ich von der guten Charlotte einige Zeit vor Weihnachten ein Päckchen erhalten.


100 g herrliche Batts aus einer Fasermischung von Merino, Seide und ein Hauch Sarifasern. Die Hälfte dessen hat es gerade eben noch aufs Foto geschafft.


Etwas anders erscheinen die Farben im gesponnenen Garn, das eine Länge von 248 m aufweist. Der Frost kam zum Fotografieren gerade recht und half wie zufällig bei der Namensfindung.


Ich mag es unheimlich, auch wegen der zart verteilten Farbsprenkel der Sariseide und sage noch einmal ganz herzlichen Dank für die schöne Überraschung!


Witziger Weise habe ich von ihr noch einen Faservorrat, der sich dazu wie Yin und Yang verhält. Er ist schon auf dem Rad...

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Sommer- oder Wintertag?

 
 Gefärbt im Sommer, gesponnen in Herbst und Winter über einen längeren Zeitraum.

 
Die 400 g BFL/Seide ließen sich schön verspinnen. Ich war allerdings ein wenig von anderen Aktivitäten abgelenkt und habe ordentlich getrödelt. ;o/ Und was als Kammzug noch spätsommerlich warm und doch schon ein wenig kühl daher kam, entpuppt sich versponnen und passend zur Jahreszeit eher als sonniger Wintertag.

 
Im Strang sind die Farben nur schwer einzufangen. Auch die Lichtverhältnisse mit tiefstehender Sonne verändern die Farben. Die langen Schatten tun ihr übriges.



 
  Am besten waren die Stränge dann doch bei bedecktem Himmel abzulichten. Insgesamt 1171 m, die in dieser Form noch ein wenig fade erscheinen und zu einem kurzen, kastigen Jäckchen verarbeitet werden wollen. So der Plan. ;o)
 
 

Sonntag, 4. Dezember 2016

Brartyarn


Ganz richtig gelesen und ein Schreibfehler ist es auch nicht. ;o) Brartyarn ist ein ganz BRaves ARTYARN und nur ein ganz klein wenig in die Hose gegangen, vor dem Bade... und dann wieder doch nicht. Aber von Anfang.
 
 
Vor ewig langer Zeit habe ich bei Frau Socksstreet ein Artyarn entdeckt. Da habe ich für mich gedacht: "Ey! Watt is datt denn?" (ruhrpottsprachlicher Ausdruck des Erstaunens mit gleichzeitiger, unermesslicher Begeisterung) Dick-dünn gesponnen, spiralig verzwirnt und noch einmal navajoverzwirnt, also eigentlich ganz einfach. Und das Endprodukt verursacht Pipi in den Augen. "Ich sach et Sie!" (Bestätigung mit sehr viel Überzeugung) Nur, in welche Richtung gehen der zweite und dritte Schritt und wie groß die Übersetzung? Fragen über Fragen, also einfach mal angefangen am besten.
 

Das "einfach mal anfangen" hat fast zwei Jahre gedauert. Denn man hat ja sonst nichts in der Planung. ;o) Genauso lange stand schon der zu verarbeitende Kammzug aus einem Tauschpaket fest. Nur habe ich mich nie getraut. Nun aber endlich ran an die Wolle!


Der Erste Schritt war ganz einfach, dick-dünn halt, nach Art von Jacey Boggs vorab den Kammzug längs zerfleddert (wie sich herausstellte leider etwas dünn, also zu brav) und mit der 7er Übersetzung gesponnen. Der Faden auf der Spule sah einmalig aus und hatte mit dem ursprünglichen Kammzug nicht mehr viel gemein. Die Farben leuchteten wunderschön.


Nun die erste Zwirnung. Ich habe den Zwirnfaden einfach mal unvorbereitet gelassen und direkt von der Spule mit einer 8er, und dann doch mit einer 10er Übersetzung in Gegenrichtung verzirnt, weil mir die 8er zu luschig erschien. Dummer Weise war mir vor lauter Übersetzungstheorien und Z- und S-Zwirnüberlegung entgangen, das Garn tatsächlich spiralig zu verzwirnen. Ich habe es zwar anders als sonst gehalten, aber nicht richtig, so dass ein annähernd normaler Zwirn entstand, der aber nicht schnell genug eingezogen wurde. Toll. :o(
 

Auf zum dritten Schritt. Und nun? Jetzt wieder anders, also rechts herum? Klar! Muss! Geht ja gar nicht anders. Wäre ja sonst überdreht. Und dann: "Bohhh, watt is datt denn?" (ruhrpottsprachlich bringt dies in der Regel pures Entsetzen zum Ausdruck) Da stimmte etwas nicht. Der Faden sah aus wie Larry. Will sagen, irgendwie falsch und doof. Und jetzt? Etwa noch mal nach rechts? Ich hatte doch schon reichlich Gas auf die vorherige Zwirnung gegeben, da konnte doch nicht noch mehr drauf? Innerlich habe ich geweint, aber es nützte ja nichts. Also noch einmal mit kleiner Übersetzung in die gleiche Richtung wie zuvor geflochten. Und was soll ich sagen: "Ey, watt is datt denn!" ;o)


Das war die Lösung! Leider mit so viel Drall, dass ich fast nur Kringel ins Entspannungsbad geworfen habe. Verhunzt, so ein Mist!
 

Nicht ganz. Herausgekommen ist nach dem Entspannungsbad ein nur leicht überdrehtes, sehr elastisches, "Brartyarn" mit ordentlich Glitzer und somit ganz viel weihnachtlichem Potential. Mit den zweiten 100 g werde ich das Ganze noch einmal versuchen. Dann aber mit etwas mehr Konzentration und ein wenig mehr Glück mit dem richtigen Drall.

 
Und wer bis hierhin durchgehalten hat, dem wünsche ich einen schönen 2. Advent! :oD
 

Samstag, 12. November 2016

Brandung

 
Und schließlich ein drittes Garn als Auftragsspinnerei, um von Frau Knitcat weiterverwertet zu werden.

 
Eine hälftige Mischung aus Merino und Seide, deren Weißanteil in den blau-grünen Abschnitten als "Gischt" hervortreten sollte. Die Großwetterlage mit abflauendem Wind ergab jedoch einen eher ruhigen Wellengang, der den algenbewachsenen, rötlichen Fels munter umspült. ;o)
 
 
Diese 154 g schwere und 781 m lange Brandung wird ihre Farben erst verstrickt so richtig offenbaren.

 
Bei der Empfängerin mache ich mir jedoch so gar keine Gedanken, dass sie dem Strängelchen nicht sein gesamtes Farbspiel entlockt. :oD
 


Freitag, 4. November 2016

Dschungelfieber eingedämmt


Oder anders ausgedrückt, als Faden gebändigt.


Hier ist der Kammzug aus 60% BFL und 40% Bambus noch einmal im Bild festgehalten.


Das Garn fühlt sich tatsächlich an wie Watte, also Baumwolle. Ich bin von der Haptik schlichtweg begeistert. Und wer sich denkt, dass ihm die Farben irgendwie bekannt vorkommen, der liegt vollkommen richtig.


Vor geraumer Zeit habe ich diese Farben auf einer anderen Faser schon einmal für mich versponnen.


Dieses Garn, 155 g zu 649 m, ist schon auf die Reise zu Catrin gegangen. Ich wollte es nur noch nicht gezeigt haben, weil es eine Überraschung sein sollte, dass es ebenfalls fertig ist. ;o)


Sonntag, 16. Oktober 2016

Ein kleines, räudiges Vlies

 
mit ganz viel Potential!

 
5 Vliese aus Corriedale, in ebenso vielen Graustufen von silber bis antrazith, die mussten bestellt werden! Da war meine Neugierde einfach zu groß. Vor allem, wie unterschiedlich sie sich zu Kammzügen verhalten.

 
Die Überraschung kam beim Auspacken. Die Fasern waren unglaublich kurz. Entsetzen pur!


Da ich aber für mein Vorhaben ein dickes Garn benötige, wurde das Spinnen lange nicht so zeitaufwändig, wie befürchtet und das Testergebnis stellt mich mehr als zufrieden.
 


Das Garn ist unheimlich luftig und griffig, was man vielleicht auf den Bildern schon erahnen kann. Das kleine, räudige Vlies hatte nach geraumer Zeit keinen Bock mehr still zu halten und macht sich oben einfach aus dem Staub... ;oD
 
Und ansonsonsten?
 
 


 
Herbst!
Die letzten, wärmenden Sonnenstrahlen werden von Mensch und Tier genossen.