Sonntag, 19. Februar 2017

Wilder Blaubeersmoothy


Hier nun, unter sehr bescheidenen Lichtverhältnissen fotografiert, ein in sehr gehaltvolles Garn, aus einem reichhaltigen Batt unterschiedlichster, hochwertiger Faserzutaten mit viel Bling Bling, vor langer Zeit aus Amerika importiert. (Aufgrund des fehlenden Sonnenscheins zeigt der Glitzer der Kamera natürlich die kalte Schulter.)
 

Es war die Neugier in Kombination mit Abenteuerlust und einem Angebot von 3 für 2, die Frau Wolliges13 und mich dazu bewog, bei Gargoylelover auf Etsy für jeden von uns 3 Batts zu erstehen. (Würden wir aufgrund der heutigen Preise nie wieder machen, aber man gönnt sich ja sonst nichts und Angebote kann man ja nie so einfach ignorieren. ;o) )
 

Jedenfalls ist aus dem teilweise sehr ambitioniert kardierten Batt, dessen Fasern ich hin und wieder in die richtige Richtung umlenken musste um entstandene Schlingen zu entwirren, ein abwechslungsreiches Garn geworden.

 
Im Strang erscheint die Fasermischung als entwilderter Zweifachzwirn sehr gezähmt. Reiht sich jedoch in die Beerenserie mit 100 g und 251 m wunderbar ein. Gerade im letzten Moment ist es fertig geworden, bevor mich die vermaledeite "Flügellähme" wieder ereilt hat. Dieses mal aber richtig, so dass ich etliche Wochen ganz brav sein muss und die Räder stillstehen lassen. Es sei denn, mir fällt da noch was ein...

Samstag, 4. Februar 2017

Beerencocktail

 
Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Vier Jahre lang hatte ich zwei Batts von La Balanguera in meinem Faservorrat. Und jetzt, wo ich Beerentöne zusammensucht habe, sind sie mir wieder in die Hände gefallen.

 
98 g wiegt das fertige Garn und hat eine Lauflänge von 204 m.

 
Das Ergebnis ermuntert, die Vorräte, die man in hinteren Ecken gut verstaut hat, in regelmäßigen Abständen "auf links" zu drehen. Man findet mitunter wahre Schätze. ;o)

Samstag, 28. Januar 2017

Beerensorbet

 
Also streng genommen würde man ja ein solches Sorbet, hätte man es zum krönenden Abschluss eines wunderbaren Essens bestellt, wieder zurückgehen lassen, oder? Versponnen erinnert es doch eher an Haferschleim mit Beereneinlage. Macht sich aber als Überschrift nicht so gut... nun ja... ;o)
 
 
So sahen die aus einem Restefaserüberraschungspaket stammenden und dann mit eine wenig Funkel aufgehübschten Batts von etwa 120 g vorher bzw. außen aus. Merino ist auf jeden Fall dabei, eine pastellfarbene Rosamischung ganz gewiss sogar, denn sie war übergalaktisch weich. Was sich beim Spinnen als sehr störrisch erwies und da waren mir die grauen Fasern, vielleicht etwas in Richtung Finnische Wolle, die sich mit dem "esel-igen" rosa im Inneren der Rollen verbergen, wesentlich lieber.

 
Aus der Nähe betrachtet ist es eine hübsche grau-pastellige Mischung geworden.
 
 
Aus 117 g sind 293 Meter Garn geworden. Macht auf 100 g ca.250 m. Nun gut.


Sonntag, 22. Januar 2017

I pull my old blue jeans on

 
Seit dem vorletzten Jahr und dem ersten, aus handgesponnenem Garn gestrickten Loop, besteht beim meinem Freund der Wunsch, einen weiteren ("Aber bitte unbedingt schön breit!") für seine Lieblingswinterjacke zu bekommen. Ja doch!

 
Eigentlich wollte ich selber färben, aber wie das dann manchmal so ist... Und wie es der Zufall wollte, als Frau Wolliges13 mir einen von ihr gefärbten, kuschelweichen BFL-Kammzug in perfekten Männerfarben inkl. eines Jeansblaus unter die Nase hielt, konnte ich nicht widerstehen.

 
Das männertaugliche Muster ist bereits für die 220g und 232 m Garn ausgewählt. Dummerweise habe ich meinen maroden Arm bei einem anderen, fast vollendeten Strickstück wieder reichlich überanstrengt, so dass die Reizung erst einmal wieder abklingen muss. Aber 2 Reihen am Tag können ja wohl nicht schaden... 

Samstag, 14. Januar 2017

Heiße Himbeeren

 
Das genaue Gegenteil des vorherigen Garns, jedoch von der selben Kurbel.

 
Auch diese Batts sind von Charlotte, ganz herzlichen Dank noch mal an dieser Stelle, und an farblicher Intensität kaum zu übertreffen. Ich schwöre, hier lag vorher Schnee, den die Farbe einfach weggeschmolzen hat. ;oD
 

Das Spinnen der Fasern ging auch hier flott von der Hand. Einkardiertes, kurzstapeliges Vlies ergibt hier einen schönen noppigen Effekt. Das Schöne ist, dass die Nüppchen im Garn bleiben und sich nicht, wie bei den allgemein käuflichen Wollnoppen, überall verteilen, nämlich vornehmlich auf dem Boden.


Die Lauflänge von 222 Metern auf 100 g ist ähnlich der des "kälteren" Garns und ließe sich prima kombinieren.
 

Ich habe daraufhin mal in meinem eigenen Faservorrat gestöbert, denn mit zusammen nicht ganz 500 m kommt man ja nur bedingt weit. Tatsächlich bin ich fündig geworden und habe für eine weitere beerige Angelegenheit die eigene Kurbel gedreht. Also heißt es an dieser Stelle: Fortsetzung folgt... ;o)

Samstag, 7. Januar 2017

Geeiste Beeren


Ganz überraschend habe ich von der guten Charlotte einige Zeit vor Weihnachten ein Päckchen erhalten.


100 g herrliche Batts aus einer Fasermischung von Merino, Seide und ein Hauch Sarifasern. Die Hälfte dessen hat es gerade eben noch aufs Foto geschafft.


Etwas anders erscheinen die Farben im gesponnenen Garn, das eine Länge von 248 m aufweist. Der Frost kam zum Fotografieren gerade recht und half wie zufällig bei der Namensfindung.


Ich mag es unheimlich, auch wegen der zart verteilten Farbsprenkel der Sariseide und sage noch einmal ganz herzlichen Dank für die schöne Überraschung!


Witziger Weise habe ich von ihr noch einen Faservorrat, der sich dazu wie Yin und Yang verhält. Er ist schon auf dem Rad...

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Sommer- oder Wintertag?

 
 Gefärbt im Sommer, gesponnen in Herbst und Winter über einen längeren Zeitraum.

 
Die 400 g BFL/Seide ließen sich schön verspinnen. Ich war allerdings ein wenig von anderen Aktivitäten abgelenkt und habe ordentlich getrödelt. ;o/ Und was als Kammzug noch spätsommerlich warm und doch schon ein wenig kühl daher kam, entpuppt sich versponnen und passend zur Jahreszeit eher als sonniger Wintertag.

 
Im Strang sind die Farben nur schwer einzufangen. Auch die Lichtverhältnisse mit tiefstehender Sonne verändern die Farben. Die langen Schatten tun ihr übriges.



 
  Am besten waren die Stränge dann doch bei bedecktem Himmel abzulichten. Insgesamt 1171 m, die in dieser Form noch ein wenig fade erscheinen und zu einem kurzen, kastigen Jäckchen verarbeitet werden wollen. So der Plan. ;o)