Sonntag, 9. Juli 2017

Schwarzes Gold - Anthrazit


Wer in oder vor den 70er Jahren geboren wurde und vielleicht noch im Ruhrgebiet aufgewachsen ist, kennt sicher das Lied von Peter Alexander, der darin auf wunderbare Weise den Kohlebergbau besingt. Für diese Batts galt es, einen solchen Kohleton, also Anthrazit, zu färben. Hört sich einfach an, ist es aber nicht.


Flugs benanntes Farbpulver in Farblösung verwandelt und 200 BFL gefärbt. Nach dem Trocknen die Überraschung: feinstes Seehundgrau. Jetzt weiß man als Färber ja eigentlich, dass tiefschwarz zu färben nicht so einfach ist, weil man annähernd die doppelte Menge Farbpulver benötigt. Bei normaler Menge erhält man - eben kein tiefes Schwarz. Warum denkt man eigentlich nicht gleich daran?

Et voila, hier ein warmes, sehr dunkles Grau. Je nach Hersteller variieren die Schwarztöne von warm bis kalt. Da ich verschiedene, handgefärbte Rosttöne auf Maulbeerseide damit kombinieren wollte, war dieser Ton gerade richtig. Wobei ich sagen muss, dass nach dem Kardieren der warme Unterton kaum mehr auffällt. Im Inneren befinden sich noch schwarzer Bambus und graues Alpaka für zusätzliche Akzente. Interessant ist jedoch, wieso die Seide augenscheinlich Schlaufen gebildet hat. Sollte es tatsächlich so sein, dann wäre das für den Spinnvorgang sogar von Vorteil, weil sie ich dann besser ausziehen ließe. Jetzt hoffe ich nur, dass die Batts der Empfängerin gefallen. ;o)



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