Sonntag, 7. Januar 2018

Die erste Mütze

 
Ungelogen, es ist die erste, die ich je gestrickt habe. Es ist auch das erste Mal, dass ich Romneywolle gefärbt und gesponnen habe. Auch, dass ich sie auf einem E-Spinner fertigte und dass ich die Mütze mit dem kürzesten Nadelseil gestrickt habe. Es sollte für den ersten Versuch nicht gerade das beste Garn aus dem Vorrat sein und somit entschied ich mich für dieses. Wie es sich zeigt, war es genau die richtige Wahl, denn das etwas unscheinbare Fädchen hat sich als sehr ansehnlich herausgestellt. Wie man sich doch manchmal täuschen kann. ;o)
 
 
Einfach eine Maschenprobe der Kopfweite entsprechend gefertigt und umgerechnet, so lange gerade hochgestrickt, bis noch genug für die Spitze übrig blieb und für diese dann gleichmäßig verteilt 6 Abnahmepunkte markiert und in jeder Reihe 2 Maschen rechts zusammengestrickt. Fertig!
 

Bis ich damit beginnen konnte, war es ein steiniger Weg. Gleichzeitig gibt es für mich nun eine Erklärung dafür, warum man leider zu viel im Internet bestellt, anstatt die ortsansässigen Läden zu unterstützen. Und das kam so:

Zu meinem nietnagelneuen 40er Nadelseil benötigte ich nun kurze Nadelspitzen der Stärke 3,5. Die normal langen funktionieren ja bei dem ganz kurzen Seil nicht. Also wendete ich mich vertrauensvoll an den heimischen Handarbeitsladen und erlebte wieder mein Wunder. Auf die Frage nach kurzen Nadelspitzen wurden mir lange vorgelegt. Auf die Nachfrage, ob es sich wirklich um kurze handelte, wurde diese dann verneint und die Gegenfrage gestellt, wofür ich sie denn benötigte. Die wären doch so kurz und unhandlich. Äh? Ich schilderte also mein Vorhaben und wurde dann überredet, doch ein normales 3,5er Nadelspiel zu nehmen. Da ich unbedingt mit der Mütze starten wollte, habe ich mich darauf eingelassen. Hier das Ergebnis:

 
Löcher! Passiert mir zwar bei Socken nicht mehr, aber hier schon. Im oberen Bereich habe ich schon mit den neuen, im Internet bestellten, kurzen Nadelspitzen weiter gearbeitet und nach diesem Foto alles zähneknirschend wieder geribbelt und von vorne begonnen, weil mich die Löcher Zeit meines Lebens gestört hätten.
 
 
Tja, und das ist der Grund, warum man leider nicht mehr so oft in den Fachgeschäften vor Ort seinen Bedarf deckt, weil diese mit falscher Beratung, in der Hoffnung auf den schnellen Euro, ihre Kunden selber vertreiben.
 
 
Aber Hauptsache, die Mütze ist gelungen und macht mir Spaß. Bei 2 C° und starkem Ostwind heute genau das Richtige! ;o)

Kommentare:

  1. Prima, dann kannst du die schöne Mütze gleich ausführen, liebe Tanja.
    Was für ein Unterschied im Strickbild. Da wundern sich die "Fachgeschäfte" wenn die Kunden weg bleiben.
    Viele Grüße
    Ursula

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  2. Die Mütze ist toll, so schöne fröhliche Farben! Gefällt mir sehr. Und ich stricke immer noch Löcher in Socken, trotz kurzem Nadelspiel ...
    Liebe Grüße von Doro

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  3. Schöne warme und farben frohe Mütze.
    Lieben Inselgruß
    Kerstin

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