Sonntag, 14. Juni 2015

Mohairgarn, oder wie man das Fell einer struppigen Promenadenmischung bezeichnet


Dieses Garn ist aus dem allerschlechtesten Mohairkammzug, den man für Geld kaufen kann, entstanden. Einzig und allein, weil mir die Färbung, die ich Nostalgie getauft hatte, so gut gefiel, wollte ich die Fasern nicht so einfach in die Tonne werfen.
 

Völlig unbedarft habe ich vor fast 2 Jahren beim Wollschaf reichlich, und nicht gerade preiswertes, Mohair für das Üben von Bouclégarn erstanden. Schon bald war klar, die Mühe würde sich bei diesem merkwürdig bröseligen Fasergemisch, wie man erkennen kann, nicht lohnen.
 

Eine Mischung muss es wohl auch gewesen sein, denn es waren reichlich kurzstapelige, stumpfe Wollnester, neben reichlich Wiesenresten, im Kammzug enthalten. Gutes Mohair sollte aber wohl eher langfaserig und glänzend sein. Zähneknirschend und auf eine gute Idee und starke Nerven hoffend, habe ich den Kammzug erst einmal beiseite gelegt. Vor einem Jahr war die Neugierde endlich groß genug, um auszuprobieren, was sich vielleicht noch daraus machen lässt.


Die ersten 50 g waren der wahre Horror, so dass ich die nächsten 50 g erst einmal in die Ecke geschmissen habe. Und somit verging ein weiteres Jahr. ;o)
 
 
Der vergangene Urlaub


erschien mir geeignet, den Rest zu verspinnen und das Ganze zu verzwirnen, da ich wusste, was auf mich zukam. ;o) Am Ende habe ich nun 395 m eines laceartigen, leicht stacheligen Garns und immer noch 100 g unversponnen in der Hinterhand. Abwarten, wann und was ich aus dem fertigen Garn einmal machen werde. Dann kann ich mich immer noch um den Rest kümmern.

 

Kommentare:

  1. die Farben sind wirklich schön,
    aber wenn einem die Arbeit durch solche blöden Fasern verleidet wird,
    kann ich gut verstehen, daß da Frust aufkommt!

    Liebe Grüsse
    Heike

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  2. Ach herrje. Also so auf den Bildern sieht das alles sehr gut aus. Die Farben und das verzwirnte Garn sehen wirklich schön aus. Aber wenn man für viel Geld schlechte Qualität angedreht bekommt und das Garn so "stachelt", kann man echt die Lust verlieren. Da stimme ich dir zu. Das spricht schon für deine Ausdauer, dass du so lange durchgehalten hast. Bei deinem Urlaubsbild krieg ich jedenfalls Fernweh;-)))
    Viele liebe Grüße
    Ursula

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  3. Uiih, ... das natürlich sehr ärgerlich. Trotzdem erstaunlich, dass daraus dann doch solch ein wunderschönes, zartes Garn geworden ist. Applaus an Deine Geduld und letztlich auch Fingerfertigkeit ... trotz dem garstigen Garn ist es sehr schön gleichmäßig geworden.

    Grüßle Steffi

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  4. ... puh - harte Arbeit - aber die Farben sind wunderschön!

    Liebe Grüße - Monika

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  5. Das ist aber gemein,das kann Schlimmer nicht mehr.Tapfer bist gewesen,hoffentlich wirst Du beim verstricken etwas entschädigt.
    Lieben Gruß, Sabine

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  8. Geduld ist eines der vielen Dinge, die man beim Spinnen lernt. In vielerlei Hinsicht und du hast einiges davon dabei bewiesen. Die Farben sind wirklich sehr harmonisch und vielleicht findet das Garn in etwas halsferner Umgebung oder einem anderen Objekt seinen Platz. Restfasern, die ich vor Jahren bestellt hatte finden sich hier auch noch und ich freue mich (wenn manchmal weniger über die "Qualität") dann doch darüber, dass frau gelernt hat, sie zu unterscheiden.
    Ja, der Regen fiel hier sehr dürftig. Der Staudengarten macht noch gut mit, Gemüse und Neupflanzungen brauchen dagegen täglich Brunnenwasser.Heut im "offenen Garten" haben wir die super durchdachten Tröpfelschläuche bewundert! Demnächst....
    Mach´s gut du,
    Birgit

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  9. Solche Geduldsprojekte kenne ich auch, und hinterher ist man doch auch stolz.
    LG Sheepy

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  10. Wie gut, dass Du nicht aufgegeben hast! Ich bin ganz verliebt in diese Farben! LG Beatrice

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