Montag, 29. Juli 2013

Die Reifezeit


ist jetzt in vollem Gange. Johannisbeeren und Kirschen haben sie hinter sich und sind geerntet. Äpfel und Himbeeren sind im Wachstum, verwandeln sich von grün zu rot und zwischen den Beeten blühen Malven um die Wette.

Diesen 100 g Falkland/Hochglanznylon Kammzug habe ich zu 231 m navajoverzwirntem Garn verarbeitet. Leider hatte ich wieder vergessen, dass der gesponnene Faden einem Hauch gleichen muss, um mehr Meter zu erhalten. Das war dann also wieder eine Generalprobe für die neuen Kammzüge. Im Sonnenschein war das Verspinnen dieses Garns ein einziger, fruchtig-frischer Funkeltraum. Sommer pur!

Samstag, 27. Juli 2013

In einen Farbrausch


bin ich (unverschuldet) letzte Woche geraten, als ich von "Etherische Öle" diese herrlichen BFL-Kammzüge auf Dawanda gesehen habe. Die Farben sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Knaller. Leider habe ich erst zu spät überlegt, von jedem Exemplar gleich zwei zu bestellen. Bei einem hat es später noch funktioniert und er war noch zu haben. Aber kein Problem, bekomme ich doch auch aus 100 g immer ein ordentlich langes Fädchen gesponnen. Nächstes Problem, ich weiß nicht, mit welchem ich demnächst beginnen soll. ;o)

Mittwoch, 17. Juli 2013

Der Nordseecowl


ist fertig geworden. In Windeseile hat er sich fast von selbst gestrickt. Das Muster war leicht zu merken und die Wolle, verbraucht habe ich etwa 250 g mit Nadelstärke 7, und der stete Farbwechsel taten ihr Übriges. Allerdings habe ich in Reihen, mit 37 Maschen gestrickt und die Enden hinterher zusammen gestrickt. So konnte ich die nötige Länge sehr gut bestimmen. Für einen Cowl in der Runde wären die Farbabschnitte auch nicht lang genug gewesen.

 
Die verschiedenen Blautöne kommen jetzt erst so richtig zur Geltung. Im Strang war es ja eher ein einziges, großes Wischiwaschi.


Unsere Vermieterin hat sich unheimlich über den Halswärmer in Wunschfarben gefreut und gleich probegetragen. Ging bei böigen 16 Grad an einem Tag und nur mit Sweatshirt ganz gut. ;o)

Samstag, 6. Juli 2013

Besuch auf dem Hilshof


Wenn man als begeisterte Spinnerin hört, dass Melinoliesl sich nur eine halbe Stunde Fahrtzeit entfernt die Ehre und Claudia (Kima) dort einen Nuno-Filzkurs gibt, (was ich schon länger einmal ausprobieren wollte) muss man dort einfach hin. Auf diesem Bild seht ihr Melanies ganze Faserpracht des zweiten Tages, die mein Herz gewaltig hat höher schlagen lassen.


Diese Faserschätze habe ich mir gegönnt und den himmlischen Flaum von Claire Metz, die auch mit einem Stand zugegen war. Ich hoffe, ich komme bald dazu, diese Wollträume in einen schönen Faden zu verwandeln.



Zu bewundern waren auch diese großäugigen Schönheiten, die mich immer wieder faszinieren und die man am liebsten stundenlang durchkraulen möchte.


Es wurde geklönt und gesponnen. Nachmittags sah der Hof schon ganz anders aus. Jeder, der ein Fan von Wollprodukten ist, hat sicherlich auch etwas für sich an den verschiedenen Ständen finden können.


Und dann war ja noch unser Filzkurs bei der lieben Claudia, die mal wieder säckeweise Material zur Verfügung gestellt und unsere Filzversuche geduldig im Auge behalten hat.


Also, ich sage nur, Hochachtung vor allen Filzerinnen. Es hat unheimlich Spaß gemacht, Einblicke in diese Art der Wollverarbeitung zu bekommen und am Ende mit hochrotem Gesicht und kribbelnden Fingerspitzen (vom Filzen) sein Machwerk zu begutachten. Aber nach etwas Abstand weiß ich, dass ich lieber bei trocken gedrehter Wolle bleiben werde. ;o)

Dienstag, 2. Juli 2013

Weltmeeregarn


Ich hatte fast ein Jahr Zeit, für eine sehr liebenswerte Dame, die uns im Urlaub immer so nett beherbergt, ein schönes Garn zu spinnen und zu einem Schal oder Cowl zu verarbeiten. Wisst ihr, wie schnell 11 Monate um sind und was man in dieser Zeit alles NICHT schafft? *hust


Ich habe aber doch noch auf den letzten Drücker geschafft, einen netten Zwirn zu fabrizieren und fast vergessen, wie schön verschiedene Blautöne, hier sind es 8, miteinander wirken. Aus 300 g BFL sind etwas über 300 Meter Zweifachzwirn geworden. Und wenn ich ganz viel Gas gebe, wird noch im Urlaub daraus ein schöner Cowl, der ordentlich Nordseewind von den Ohren abhält.

 
Und dann muss ich noch was erwähnen, was mich für ein paar Sekunden sprachlos gemacht hat, bevor ich sehr schwer meine Fassung wieder gefunden habe. Und selbst einen Tag später komme ich immer noch nicht drüber weg. Da fragte mich eine "strickbegeisterte" Dame, die ich so gut wie gar nicht kenne, ob ich ihr Garn für einen Pullover spinnen würde. *ähhh...? Und dieses Garn (s. o.) wäre ja auch herrlich. Und wenn ich solches verkaufen würde, was ich dafür nehmen würde. *grübelgrübel Und in diese Grübelpause hinein meinte sie dann ganz gönnerhaft, dass ich 6 bis 7 Euro dafür ruhig nehmen könnte. *brech zusammen  Ja nee, is klar! Nihao!